Humor in dieser, Freude in der kommenden Welt

Der Wiener Psychiater, Neurologe, Bestsellerautor und RPP-Gründer Raphael Bonelli sieht Humor als Begabung des Menschen, mit heiterer Gelassenheit zu reagieren. Wenn eine gute Beziehung zwischen Therapeut und Patient bestehe, sei Humor in der Psychotherapie eine „extrem effiziente und angenehme Art zu kommunizieren“, meinte Bonelli. Das gemeinsame Lachen ermögliche Begegnung auf Augenhöhe. Der „Humor des Herzens“ sei die innere Haltung, über sich selbst lachen zu können und dann anderen Gutes zu wollen, also „den inneren Narzissten zurück zu stellen“. Im guten Humor wachse der Mensch also über sich hinaus. Bonelli markierte aber auch Grenzen des Humoristischen: „Das Heilige ist nicht lustig. Vor dem Heiligen braucht man Respekt, Ehrfurcht. Fehl am Platz ist der Pfarrer, der während der heiligen Handlung Witze erzählt.“ Bonelli nannte dies „angebrachte Humorlosigkeit“. Unangebrachte Humorlosigkeit sei im Gegensatz dazu, „dass man etwas für heilig hält, was nicht heilig ist“. Der Depressive oder der angsthaft um sich selbst kreisende Perfektionist könne nicht lachen, der Narzisst nur auf Kosten anderer.

Der ganze Bericht über die Fachtagung Gott & Humor kann in der deutschen Tagespost nachgelesen werden.