Kirche fungiert auch als Auffangbecken für etwas ‚verdrehte‘ Personen

Neueste wissenschaftliche Studien beweisen, dass Religiosität dem Menschen zu 90% gut tut. Und was ist mit den restlichen 10%? Dazu muss man zwischen zwei verschiedenen Motivationen zur Religionsausübung unterscheiden:

Der intrinsisch motivierte Gläubige sucht nicht nach dem eigenen Vorteil, sondern achtet die Transzendenz hoch, unterwirft sich Gott und will der Religion dienen.

Dem extrinsisch Motivierte hingegen bedient sich der Religion. Er geht z.B. am Sonntag in die Messe, um gesehen zu werden, um seinen Ruf zu verbessern, um seine eigene Person zu präsentieren. Diese Menschen leiden unter ihrer „Religiosität“ und repräsentierten vermutlich die 10% derer, denen Religion nicht gut tut.

Weiterlesen

PSYCHO-Therapie und SEELEN-Heil: macht Glaube neurotisch?

Vortrag:

Diskussion:

Vortrag mit Diskussion im Rahmen der Reihe ‚Theologie vom Fass‘ im Stadtbräu (Wien)

Hilfe durch Psychotherapie

Das Video ist Teil der kath.net-Gesprächsreihe „Selbsterkenntnis & Selbstbetrug“.

Weiterlesen

Beichte und Psychotherapie

Livesendung über Grenzfragen zwischen Psychiatrie und Spiritualität auf Radio Maria

Psychotherapie: Ein Weg der Umkehr?

VISION 2000: Kann der Psychotherapeut etwas mit dem Begriff Umkehr anfangen?

Bonelli: Auf´s erste nicht, weil es diesen Begriff in der Psychotherapie eigentlich nicht gibt. Der religiöse Begriff Umkehr besagt ja, daß man einen Weg gegangen ist, der falsch war, daß man dies erkennt und jetzt den Entschluß faßt, den richtigen Weg zu gehen. Das setzt also voraus, daß es so etwas wie „richtig“ und „falsch“ gibt. Beides sind aber Begriffe, die so in der klassischen Psychotherapie nicht vorkommen. Sie beurteilt nach einem anderen Kriterium. Sie fragt: Tut dir etwas gut? Oder nicht? Diese Fragestellung hat keinen transzendenten, allgemeingültigen Bezugspunkt, sondern sie bezieht sich nur auf die psychische Situation. Es geht der Psychotherapie in erster Linie um die Befindlichkeit des Klienten.

Weiterlesen

Psychotherapie und Religion: Konkurrenten oder Partner?

VISION 2000: Sie haben vor kurzem an einem Podiumsgespräch zum Thema “Macht Religion psychisch krank?“ teilgenommen. Das Publikumsinteresse war enorm. Offensichtlich ein Thema, das die Menschen sehr bewegt …

Raphael Bonelli: Ich bin auch beeindruckt, wie groß das Interesse war. Da ist offenbar ein Tabubruch geschehen, daß wir wieder über solche Fragen reden können. Religiosität war nämlich in der Psychiatrie die längste Zeit tabuisiert …

Weiterlesen

Psychotherapie für religiöse Menschen

Besonders endogene Psychosen wie Schizophrenie und endogene Depression dürften nach heutigem Wissensstand unabhängig von der Lebensführung auftreten, erklärte Bonelli. Dann sei vom religiösen Menschen – wie von allen anderen Patienten auch – die „Demut“ verlangt, die in letzten Jahrzehnten entwickelten Psychopharmaka zu sich zu nehmen. Er beobachte in religiösen Kreisen oftmals eine Skepsis, die ihm „anachronistisch“ erscheine. Auch die Psychotherapie sei für den religiösen Menschen bei vielen Indikationen hilfreich, insbesondere bei den Angst- und Zwangsstörungen.

Weiterlesen