Im Netz gefangen

Was Michael beschreibt, ist für Bonelli nicht ungewöhnlich, geradezu klassisch. Die typischen Symptome einer Internet-Sexsucht, so der Experte, seien Kontrollverlust, exzessiver Gebrauch des Internets (verbunden mit Verlust an  Zeitgefühl und Ignorieren basaler Notwendigkeiten wie Essen und Trinken), Entzugserscheinungen wie Ärger oder Spannung beim Nichtverfügbarsein des Computers sowie  die Steigerung der Dosis – es müssen nicht nur die bessere Software, sondern auch immer mehr und außergewöhnlichere Pornoinhalte her.

„Untersuchungen zeigen, dass Personen mit häufigem Pornografiekonsum siebenmal so häufig sexuelle Aggressionen zeigen wie diejenigen, die nie oder selten Pornografie konsumieren. Es ist nicht selten, dass Süchtige zu Gewalt- oder sogar Pädophilie-Pornos übergehen, um den für sie notwendigen Kick überhaupt noch erreichen zu können“, erklärt Bonelli. Infolgedessen leiden natürlich auch der Alltag und die Beziehung zum Partner darunter. „Ein menschlicher Partner kann nicht mehr genügen, denn die Sexualität ist bereits völlig abgehoben, wird nur noch digital empfunden.“

Der gesamte Artikel kann im Magazin DU&ICH nachgelesen werden.