Weder frei noch Liebe: Apersonale Geilheit als Prinzip

Durch die apersonale Geilheit als Prinzip haben die 68er die Libido vom Du abgewendet und auf sich selbst gerichtet. Genau so beschreibt Sigmund Freud die Psychodynamik des Narzissmus. Herbert Marcuse, ihr intellektueller Leithammel, hat folgerichtig schlussgefolgert, dass der Narzissmus in der repressionsbefreiten, erosfundierten 68er-Gesellschaft „den Keim eines andersartigen Realitätsprinzips enthalten“ könne – unter Verherrlichung des Lustprinzips. In der Tat: Sex war bei den 68ern nicht Sprache der Liebe, sondern ein Bedürfnis, das jeder befriedigt, wo er gerade Lust hat.

Der ganze Gastkommentar kann auf der Homepage der Tageszeitung Der Standard nachgelesen werden.