Psychiater: Beichte bietet Ausweg aus Perfektionismus-Wahn

Dabei ist das Schuld-Problem heute hochaktuell, wie der Psychiater erklärte: „Wir haben die Kompetenz verloren, mit eigener Schuld umzugehen.“ Innere „Dogmen“ wie „Ich darf keine Fehler machen, sonst bin ich nicht mehr liebenswert“, das narzisstische „Fehler zugeben ist Scheitern“ oder „Der Schwächere muss sich entschuldigen“ seien weit verbreitet, bis hin zur Haltung „Sünden gibt es nicht“, zu der die Psychiatrie selbst Vorschub geleistet habe. Bonelli: „Sigmund Freud kannte das Schuldgefühl nur als pathologische Form und Funktionsstörung – da er dem Mensch keine Freiheit und somit keine Verantwortung zuerkannte. Viele Therapeuten glauben bis heute, der Mensch sei nicht schuldfähig, und wollen daher Schuldgefühle einfach ausreden.“ Vielmehr sei das Schuldbewusstsein jedoch eine sinnvolle „Alarmanlage, die anzeigt, was los ist“ und Gewissensbisse ein „Zeichen psychischer Gesundheit.“

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