Psychologie des Fundamentalismus

Der Fanatiker nimmt von seiner Religion nur das, was ihm nützt. Er geht selektiv vor“, hält Bonelli fest. So berufe sich etwa ein katholischer Fundamentalist gerne auf den Papst, allerdings ohne sich ihm tatsächlich unterzuordnen. In Wahrheit ziehe er nur jene Aussagen des Papstes heran, die zu seinem Weltbild passen. Als Beispiel führt der Psychologe islamophobe Christen an, die ihren Hass auf Muslime mit ihrer angeblichen Katholizität begründen, sich aber gleichzeitig partout weigern, Bekenntnisse der Päpste zum christlich-islamischen Dialog, die ihrer Islamophobie widersprechen, zu akzeptieren. „Ich war sogar schon mit Katholiken konfrontiert, die eine Dolchstoß-Legende insinuiert haben, wonach Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. zu bestimmten Aussagen gezwungen worden seien. Das Feindbild der Muslime war bei ihnen so fest verankert, dass ihr Denken alles andere nicht zuließ.“

Der ganze Artikel kann auf der Unterrichtsplattform Missiothek der Päpstlichen Missionswerke nachgelesen werden.