Der Mensch als Maschine

Ist Freud damit für die heutige Psychiatrie und Psychotherapie „erledigt“? Nein, sagt der Psychiater Bonelli, Freud bleibe bis heute ein wichtiger Referenzpunkt. Streng nach Freud’scher Lehre arbeiteten jedoch nur mehr wenige Therapeuten. Ein Bereich etwa, in dem die Psychotherapie sich weiter entwickelt habe, sei der Umgang mit Religion im Therapeut-Klienten-Gespräch.

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Plädoyer für eine sexuelle Liturgie

Als ich ein pubertärer, rebellischer Jugendlicher war, habe ich die Zehn Gebote als eine unerträgliche Einschränkung meiner ach so wichtigen Freiheit erlebt. Doch drei Jahrzehnte später, nach längerem hochinteressanten Arbeiten als Psychiater, bei dem ich Anteil nehmen darf an dem Schicksal so vieler Menschen, die sich mir anvertrauen, merke ich, was Gott wirklich mit ihnen gemeint hat: eine liebevolle Anleitung zum Glücklichwerden und eine behutsame Warnung vor Untiefen, die das Schiff des Lebens gefährden und sogar sinken lassen können. Die Zehn Gebote warnen nämlich vor dem Abgrund im Menschen selbst. Das hat nichts mit einer „Drohbotschaft“ zu tun, wie ich mir damals irrigerweise einreden ließ, sondern mit der überwältigenden Realität des Faktischen: Das Leben kann eben auch misslingen. Davon kann jeder Psychiater ein Lied singen.

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Umgang mit der eigenen Sexualität

Livesendung über Grenzfragen zwischen Psychiatrie und Spiritualität auf Radio Maria