Selbsterkenntnis und Beichte

Das Video ist Teil der kath.net-Gesprächsreihe „Selbsterkenntnis & Selbstbetrug“.

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Die menschliche Detemeriniertheit

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Hilfe durch Psychotherapie

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Tugend in der Psychologie

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Barmherzigkeit und Verständnis für andere

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Was kann man tun, um mehr Freiheit zu erlangen?

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Verhalten des Menschen und freie Entscheidung

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Narzisstische Kränkung als Grund für überzogene antireligiöse Reaktionen

Vor Formen eines „diktatorisch-totalitären Relativismus“ warnte ebenfalls Tagungsleiter Raphael Bonelli, Psychiater und Direktor des „Instituts für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie“. Im Gegensatz zu reflektierter Kritik reagierten im Alltag viele auf Religion mit überzogen feindlichen, unkontrollierten Emotionen, deren Ausmaß sich jeder Rationalität entziehe. Die Ursache dafür liegt nach Meinung Bonellis in einer narzisstischen Kränkung. Narzisstisch veranlagte Menschen verspürten Schmerz
darüber, etwas, was sie nicht wahrhaben wollten, könnte wahr sein. „Die Angst vor dem Auffliegen des Selbstbetrugs aufgrund der unmanipulierbaren Normengebung der Religion löst Abwehr aus“, erklärte der Psychiater. Die Menschen fürchteten, ihr konstruiertes Selbstbild könnte an der Realität zerbrechen. Weiter könne auch das Fehlen einer Instanz  für Geborgenheit gegenüber jenen Eifersucht und Neid auslösen, die sich in einer Religion beheimatet fühlten.

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Drei Kränkungen für den modernen Menschen

Der Gründer und Leiter des RPP-Institutes, der Wiener Neurologe und Psychiater Raphael M. Bonelli, erklärte, was im pathologisch antireligiösen Menschen vorgeht. Warum begegnet dieser den Gläubigen mit Aggression? Es sei immer ein Schmerz, eine Kränkung, welche Aggression auslöst. Laut Bonelli existieren drei Kränkungen des modernen Menschen, die Anlass für die Abneigungen gegenüber religiösen Menschen sind: Die erste Kränkung bestehe darin, dass Gott nicht tot ist, wie Friedrich Nietzsche vor 150 Jahren verkündet habe, denn immer mehr – oft junge – Menschen unterwerfen sich einem transzendenten Prinzip und richten ihr Leben nach den Geboten Gottes und den Regeln ihrer Religion aus. Die zweite Kränkung bestehe in der eigenen Schuldhaftigkeit. Trotz der boomenden alternativen Ethikangebote, die letztlich farblos, inhaltsleer, beliebig seien, existierten weiterhin moralische Instanzen, die uns Sünde und Schuld vor Augen führen. Zuletzt, als dritte Kränkung, existiere die Eifersucht des antireligiösen Menschen auf den Gläubigen, der bei Gott Liebe, Sicherheit und Geborgenheit findet. Es seien besonders drei Gruppen, die bei antireligiösen Menschen anecken: gottesfürchtige Muslime, bibelfeste Evangelikale und romtreue Katholiken, denn ihre Lehre ist verbindlich und nicht manipulierbar.

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